Wer Jiaogulan einmal ausprobieren möchte, kann dies auf vielerlei Varianten machen. Beispielsweise können die Blätter, deren Geschmack dem von Ginseng nicht unähnlich ist, einfach abgepflückt und gekaut werden. Diese schmecken süß-bitter mit einem Hauch von Lakritze. Der Geschmack wird allerdings von jedem Menschen anders wahrgenommen.

Die Blätter können aber auch genutzt werden, um beispielsweise einem Salat einen ganz besonderen Geschmack verleihen. Darüber hinaus können die Blätter auch als Brotbelag, etwa als Ergänzung zu Frischkäse oder Butter, genutzt werden. Ein großer Vorteil dieser Pflanze besteht darin, dass durch deren Konsum das menschliche Immunsystem gestärkt wird.

Jiaogulan in Form von Tee

Auch die Zubereitung eines Jiaogulan-Tees geht äußerst schnell: Hierfür werden ebenfalls lediglich die Blätter verwendet, jedoch keine Stückchen von Rinde oder Ästen. Wer einen Tee aus Jiaogulan zubereiten möchte, braucht lediglich einen Liter kochendes Wasser in eine Teekanne geben, das Wasser zunächst eine Minute lang abkühlen lassen und anschließend frische oder getrocknete Jiaogulan-Blätter zugeben. Der Tee muss anschließend etwa drei Minuten lang ziehen, bis er genossen werden kann.

Der Tee aus Jiaogulan kann im Sommer hervorragend gekühlt getrunken werden. Je nach Belieben und der Intensität des Geschmacks kann in den Wintermonaten ein Stück Ingwer zugegeben werden. Hervorragend zu diesem Aufguss passt aber auch Brennnessel. In Form von Tee hat Jiaogulan eine ausgleichende und beruhigende Wirkung.

Jiaogulan in Form von Schrot

In Europa ist Jiaogulan auch in Form eines „hochaufgeschlossenem“ Schrots erhältlich. Für die Herstellung werden die Blätter der Pflanze in mehreren Stufen während des Reifungsprozesses durch spezielle Enzyme aufgeschlossen und anschließend schonend gemahlen. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass der Anwender schneller eine größere Zahl von Wirkstoffen aufnimmt, als es durch das Teetrinken der Fall ist. Denn während ein gehäufter Teelöffel zwischen 65 und 75 Milligramm Gypenoside enthält, sind es bei der gleichen Menge an Kräuterschrot immerhin 100 Milligramm.